Zirkus: Von bürokratischen und sonstigen Hürden. Ein Interview (Teil 1)

Die Möglichkeiten der Zirkusse in Deutschland werden mehr und mehr beschränkt. Eine überbordende Bürokratie, stetig steigende und neu erfundene Gebühren, eine Wust an Auflagen sind ebenso ein Problem, wie die Lobbyarbeit selbst ernannter Tierschützer.

Das folgende Interview mit Sascha Grodotzki, Pressesprecher des Zirkus Voyage, verdeutlicht die Bedingungen, unter denen die Branche heute tätig ist.

Da das Interview relativ lang ist, wurde es geteilt. Lesen Sie an dieser Stelle nun den ersten Teil eines aufschlussreichen Gesprächs.

CONTEMPLATOR: Herr Grodotzki, ein Zirkus ist als Unternehmen der staatlichen Bürokratie ausgeliefert, so z. B. im Bereich Mindestlohn. Stellt das ein großes Problem dar?

Sascha Grodotzki: Im Zusammenhang mit dem Mindestlohn ist der bürokratische Aufwand schon ein Problem. In einem Zirkus muss man spontan reagieren; spontaner als in einem anderen Unternehmen. Wenn in der Nacht ein Sturm kommt, müssen nun mal unsere Mitarbeiter helfen, das Zelt zu sichern. Oder wenn ein Tier krank ist, muss es natürlich gepflegt werden. In einem Zirkus regelmäßige Arbeitszeiten festzulegen und diese tausendprozentig zu dokumentieren, ist nahezu unrealistisch. Wir können die Zahlung des Mindestlohns garantieren, aber das war schon eine große Hürde. Allerdings die kleinste Hürde, die uns die Politik vor die Beine wirft.

CONTEMPLATOR: Was ist denn die größte Hürde?

Sascha Grodotzki: Das größte Problem sind die Tierschutzorganisationen und vor allem die Lokalpolitiker, die sich auf emotionaler Basis dem Tierschutz verschreiben. Es werden teils lokale Wildtierverbote erlassen, man darf also mit bestimmten Tierarten nicht mehr in eine Stadt kommen. Darunter fallen aber nicht nur Raubkatzen und Elefanten, sondern auch in manchen Fällen Kamele oder Pferde, wo man sich nur wundern kann. Das Ganze hat eher den Hintergrund dieser, ich sag mal Hetzkampagnen von Tierrechtsorganisationen, die, wenn man sich mal genauer mit dem Programm beschäftigt, wirklich das Ziel haben, dass sich der Mensch vegan ernährt und eine Mensch-Tier-Beziehung überhaupt nicht mehr sein soll. Das ist für uns ein großes Problem.

Auf Bundesebene führen wir einen legitimierten Job aus; also man braucht eine Genehmigung um Tiere im Zirkus halten zu können, egal welcher Art. Wenn man diese Genehmigung hat, muss man sich an Auflagen halten, die mindestens einmal unangekündigt an jedem Standort durch die Veterinärbehörden kontrolliert werden. So stark wird kein anderer Tierhaltungsbetrieb kontrolliert. Entsprechend stößt es auf Unverständnis, wenn hier Lokalpolitiker meinen, sie müssten sich gegen das Bundesgesetz aussprechen und individuell Regeln festschreiben. Gut im Verhältnis betrachtet kommt das nicht so häufig vor. 70 Städte, die Wildtierverbote umgesetzt haben sind im Vergleich zu den mehr als 2.000 Städten und Gemeinden nicht viel, aber es macht sich bemerkbar. Und es wird immer mehr.

CONTEMPLATOR: Warum verhalten sich Ihrer Ansicht nach die Lokalpolitiker so?

Sascha Grodotzki: Tiere ziehen immer. Die Tierrechtsorganisationen wissen genau, wie sie es machen müssen und jeder, der sich nicht genau damit beschäftigt oder es sich nicht selber vor Ort anschaut, was im Zirkus Sache ist, hat gern noch das Bild von vor vierzig, fünfzig Jahren im Kopf. Aber diese Zustände existieren einfach nicht mehr. Tiger und Löwen sind nicht mehr in engen Käfigen. Die haben ihre mobilen Außengehege. Es hat sich unheimlich viel in der Tierhaltung getan. Auch in der Dressur. Es ist nicht mehr Dressur in dem Sinne, dass man das Tier zu etwas zwingt, sondern eher das partnerschaftliche Verhältnis, wo man dem Tier auf Kommando natürliche Bewegungsabläufe beibringt, die das Tier auch im Spieltrieb zeigt. Und eben durch das Futter, das Belohnungsprinzip. Dieses Bewusstsein ist aber in der Bevölkerung nicht wirklich da, einfach aus dem Grund, dass die Gegenlobby sehr stark arbeitet. Der Zirkus, der in seinem Alltag sehr viele Probleme hat, kann im Alltag gar nicht so sehr dagegen arbeiten. Wenn er es tut, heißt es bloß, „ja, die wollen ja nur ihr Geld verdienen“. Das andere ist eine gemeinnützige Organisation. Das ist immer das Problem. Deshalb haben wir auch jetzt im September, nach langem, also es war langsam überfällig, den Verband Deutscher Zirkusunternehmen gegründet.

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Wird nicht mehr praktiziert: Unnatüriche Dressur. Plakat von Adolph Friedländer (1851-1904).

CONTEMPLATOR: Ich habe mich, ehrlich gesagt, gewundert, dass es so etwas noch nicht gab. Ich habe mich vor einem Jahr mit dem Thema beschäftigt und bin dabei auf den Schaustellerverband gestoßen.

Sascha Grodotzki: Ja, den Schaustellerverband, gibt es schon lange, in der Zirkusbranche gab es mal eine Art Direktorenverband, in den Achtzigerjahren, der sich wieder aufgelöst hat. Es gibt schon lange den Berufsverband der Tierlehrer, der speziell beim Thema „Tiere im Zirkus“ sehr aktiv ist, jedoch in der Politik nicht soviel Gehör findet, weil ein Tierlehrer auch in einem zoologischen Garten arbeiten kann oder einem Freizeitpark. Sie können also ziemlich wenig für die Zirkusbranche machen. Seit es nicht nur beim Thema „Tierhaltung“, sondern auch bei anderen Sachen für den Zirkus immer enger wird, hat sich die Branche endlich dazu entschlossen, sich zusammenzuschließen und hier gemeinsam eine Lobbyarbeit zu betreiben. Man hat in den knapp vier Monaten auch schon viel erreicht, muss ich sagen. Man konnte einen Termin im Landwirtschaftsministerium wahrnehmen, vorwiegend in Bezug auf Tierhaltung. Man hat sich zusammengeschlossen mit dem Schaustellerverband; man hat mit dem Kultusministerium Kontakt aufgenommen, im Zusammenhang mit dem Unterricht für Zirkuskinder.

Es sind viele Baustellen da, die größte Baustelle, ganz klar, sind die Tiere im Zirkus, wobei uns auch die Spielplätze fehlen. Nicht nur durch die Wildtierverbote. Volksfestplätze oder ähnliches werden bebaut, in der aktuellen Situation mit Flüchtlingsunterkünften. Das Ende vom Lied ist, dass uns unser Fundament, der Spielplatz, auf dem wir gastieren können, fehlt. Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass der Zirkus in Deutschland kulturell nicht gefördert wird. Es gibt Länder wie Frankreich oder Italien, die den Zirkus kulturell fördern, wo Zirkus als Kulturgut zählt. Laut EU ist der Zirkus als Kulturgut anzusehen, und zwar mit Tieren. Deutschland weigert sich hier. Man kann sich auch teilweise wundern; als Deutschland noch geteilt war, gab es in der DDR den Staatszirkus, es war also auch ein kulturelles Gut; und heute zählt Zirkus als ganz normaler Geschäftsbetrieb. Wir müssen sämtliche Steuern zahlen, bekommen keine Subventionen und auch keine Vergünstigungen. Also viele meinen, wir können kostenlos auf irgendwelchen Plätzen stehen und kriegen umsonst Strom und Wasser; das ist nicht der Fall.

CONTEMPLATOR: Wie haben sich da die Preise entwickelt?

Sascha Grodotzki: Die Preisentwicklung ist natürlich auch ein weiterer Faktor, der sich gewaltig bemerkbar macht. Spielplätze werden immer teurer, Strom und Wasser werden immer teurer.

CONTEMPLATOR: Können Sie da konkret werden? Wie hoch ist der Preis pro Quadratmeter?

Sascha Grodotzki: Man kann sagen, der Quadratmeterpreis liegt zwischen 50 Cent und einem Euro.

CONTEMPLATOR: Und vor zehn Jahren?

Sascha Grodotzki: Da waren es so zwischen 30 und 50 Cent. Man muss auch sagen, es sind ganz unterschiedliche Preise. Man kann gar nicht mehr kalkulieren. Hinzu kommen immer neue Auflagen. Zum Beispiel gibt es in Berlin eine neue Lärmschutzverordnung. Da muss der Veranstalter eine Genehmigung beantragen, dass er die Veranstaltung überhaupt durchführen darf. Für diese Genehmigung wird natürlich auch eine Gebühr fällig, die sich im vierstelligen Bereich bewegt. Das muss man erst mal stemmen. Klar, man könnte sagen, wir können die ganzen steigenden Unkosten auf die Eintrittspreise umlegen, bloß dann wäre der Zirkus nicht mehr, was er von jeher ist: Unterhaltung für jedermann, Unterhaltung für das allgemeine Volk, sondern das, was einige Mitbewerber bereits gemacht haben, eine Art reisendes Varieté, das nur noch für die oberen Klassen Eintrittspreise bietet. Das ist dann wie bei einem Musicalbesuch: Trotz kultureller Förderungen ist man als mehrköpfige Familie mehrere hundert Euro los. Bei uns kann eine fünfköpfige Familie für fünfzig Euro in das Programm gehen. Und wir kriegen keine kulturelle Förderung. Und das wollen wir auch beibehalten, die gesamte Zirkusbranche, dass auch weiterhin jeder angesprochen wird, die Durchschnittsfamilie, sozial Schwache; also es soll jeder die Möglichkeit haben, sich unser Programm anzusehen.

CONTEMPLATOR: Wie war das mit dem Glühbirnenverbot? Hatte das spürbare Kosten verursacht?

Sascha Grodotzki: Ich sag mal, es ging noch. Klar, man war nicht begeistert. Man musste viel auswechseln, es gibt ja doch viele Lampen im Zirkus. Aber gut, im Reisealltag geht ja viel kaputt. Es musste mit einem Mal ein großer Batzen investiert werden, was sich sonst über das Jahr verteilt hat.

CONTEMPLATOR: Sie haben vorhin das Thema Schule für Zirkuskinder angesprochen. Gibt es da Schwierigkeiten? Es gibt doch eine Art Fernschule?

Sascha Grodotzki: Es gibt zwei Institutionen, die Unterricht für Zirkuskinder anbieten. Im Moment ist das Problem, dass es Änderungen im Meldegesetz geben soll, nach denen ein schulpflichtiges Kind nur noch da unterrichtet werden soll, wo es gemeldet ist und das ist für Reisende ein riesengroßes Problem. In der Vergangenheit hat man das mit der Schule für Zirkuskinder sehr gut realisieren können. Einige Zirkusse hatten Privatlehrer, die eh mit dem Unternehmen unterwegs waren. Bei anderen Unternehmen war es so, dass man in kleineren Städten an die lokale Schule gegangen ist. Ansonsten kamen mobile Lehrer vorbei, also es gab sehr unterschiedliche Wege.

CONTEMPLATOR: Wir hatten ja bereits das Thema Tierrechtsgruppen; gab es da besondere Vorkommnisse?

Sascha Grodotzki: Allgemein sind in der Branche mehrere Vorfälle bekannt. Es gab, das muss auch schon acht Jahre her sein, im norddeutschen Raum den Fall, dass Tierrechtsorganisationen einen Zirkus gestürmt haben, wobei Tiere und Menschen verletzt wurden. Es gibt mehrere Befreiungsaktionen, von denen man schon gehört hat, Sachbeschädigungen, überklebte oder zerstörte Plakate, dann natürlich diese Hetzkampagnen bei den Medien, bei den Politikern, im Rathaus beim Bürgermeister, dann auch auf Bundesebene natürlich.

CONTEMPLATOR: Gab es da nicht eine entsprechende Initiative der Bundesländer?

Sascha Grodotzki: Der Bundesrat hat, ich glaube inzwischen zum dritten Mal, den Bundestag aufgefordert, gewisse Tierarten im Zirkus zu verbieten. Wir waren auch unter diesem Aspekt beim Landwirtschaftsministerium und da hat man klar signalisiert, es gibt ein strenges Tierschutzgesetz in Deutschland. Klar es gibt Länder, in denen Tiere im Zirkus verboten sind, aber da gibt es auch kein Tierschutzgesetz oder nicht in der Form wie in Deutschland. Das muss man auch dazu sagen. Es werden in Deutschland Zirkusunternehmen inzwischen sehr streng kontrolliert. Man wird sich Gedanken darüber machen, wie man den noch existierenden schwarzen Schafen umgeht. Es sind sehr wenige geworden, aber sie zu hundert Prozent zu eliminieren, ist nahezu unmöglich. Das muss man ganz ehrlich sagen. Die gibt es in jeder Branche, nicht nur im Zirkusbereich. Aber dass man Tiere im Zirkus komplett verbietet, da sieht auch das Landwirtschaftsministerium keine Grundlage. Es gibt keine fachliche Grundlage, die dafür spricht, dass ein Tier nachweislich im Zirkusbetrieb, im reisenden Betrieb leidet.

Im Gegenteil: Es gibt wissenschaftliche Gutachten, in denen durch Kortisolwertmessungen der Stresslevel bei den Tieren bestimmt worden ist. Der Wert war immer gleich, sowohl zur Standzeit, als auch auf dem Transport. Es gibt viele Wissenschaftler, die ganz klar sagen, diese enge Mensch-Tier-Beziehung ist auch wichtig für das Tier, nicht nur für den Menschen. Das Tier wird gefordert. In zoologischen Gärten ist man dazu übergegangen, bei besonders intelligenten Tieren wie Seelöwen oder Elefanten auf Dressurstücke umzusteigen und zeigen im Rahmen der Fütterung gewisse Dressuren, weil die Tiere einfach gefordert werden müssen. Die Tiere, die in menschlicher Obhut leben, haben im Prinzip ein trauriges Leben, weil sie nicht gefordert werden. Sie brauchen sich nicht um ihr Futter zu kümmern. Sie haben sehr wenige Anreize, deswegen müssen die zoologischen Gärten auch immer wieder die Gehege umstrukturieren. Im Zirkus ist es noch besser als im Zoo. Die Gehege werden jede Woche nahezu neu gestaltet, es gibt immer wieder neue Eindrücke für die Tiere, die Tiere werden geistig gefordert, durch die Dressurarbeit, die auf dem Leckerli-Prinzip basiert. Und da sehen viele Wissenschaftler den wichtigen Punkt, dass es Tieren im Zirkus auch wirklich gut geht. Die Tiere, die heute im Zirkus sind, kann man nicht mehr auswildern.

Der Glaube, die Tiere werden in der freien Wildbahn eingefangen, ist ein klarer Irrglaube. Es gibt seit Ende der Siebzigerjahre das Washingtoner Artenschutzabkommen. Seitdem kommen keine wild lebenden Tiere mehr nach Europa, egal ob zur Haustierhaltung, zur Zoohaltung oder zur Zirkushaltung. Also, es sind alles Nachkommen, die in Europa zur Welt gekommen sind und in menschlicher Obhut aufgewachsen sind und die auch kein anderes Leben kennen.

CONTEMPLATOR: Stört es die Tiere nicht, dass hier auf einer Seite die S-Bahn fährt und zwei Seiten des Zirkusses an Straßen grenzen?

Sascha Grodotzki: Die Tiere kennen es nicht anders. Das ist so als wenn man jemanden, der auf dem Land wohnt, nach zwanzig oder dreißig Jahren in die Großstadt setzt, da würde ihn wahrscheinlich jedes Geräusch stören. Jemand, der sein Leben lang in der Großstadt lebt, bemerkt gar nicht die Geräusche wie U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn und so ist es auch bei den Tieren.

CONTEMPLATOR: Wie sieht es Silvester aus, kommen sie klar?

Sascha Grodotzki: Ja. Also, es ist klar, man schaut schon mal mehr nach den Tieren, falls mal ein Tier erschreckt, aber durch die Musik im Zelt sind sie ganz anders sensibilisiert dafür, also sie haben sehr wenig Probleme mit Geräuschen.

CONTEMPLATOR: Was ich schon immer mal wissen wollte: Wie werden eigentlich die Giraffen transportiert, die müssten ja eigentlich die ganze Zeit liegen?

Sascha Grodotzki: Man muss, und das ist Vorgabe in Deutschland nach dem Tierschutzgesetz, dem Tier die Möglichkeit geben, dass es sowohl liegend als auch stehend transportiert werden kann. Das Tier muss sich frei entscheiden können.

CONTEMPLATOR: Das stelle ich mir doch etwas schwierig vor …?

Sascha Grodotzki: Bei den Giraffen ist es so, dass man einen Spezialtransporter anschaffen musste, der mehrere zehntausend Euro gekostet hat. Dieser ist hydraulisch ausfahrbar, sprich, er kann auf dem Transport auf die Höhe der Giraffe ausgefahren werden. Wenn zu niedrige Brücken kommen, bleibt man kurz mal stehen, fährt runter, fährt durch die Brücke durch und dann wieder hoch. Wobei man natürlich bei der Routenplanung schon darauf achtet, dass man so wenige Brücken wie möglich in der Quere hat.

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Giraffentransporter. Hier eingefahren etwa 4 Meter hoch. Ausfahrbar bis zu 6 Meter Höhe. Foto: MichaelR.

Also, es ist so, viele, auch Veterinäre, sagen, dass es schwierig ist, Tiere im Zirkus zu halten, den Anforderungen gerecht zu werden. Aber, wer sich den Anforderungen stellt, wer entsprechend investiert, bei dem spricht nichts dagegen, dass er die Tiere auch hält. Aber wir haben nicht nur einen Spezialtransporter für Giraffen. Hier im Zirkus Voyage hat der Chef schon vor zehn Jahren für die Elefanten eine spezielle Gehegekonstruktion entwickelt, die mehr als dreißig Tonnen schwer ist, die es aber ermöglicht, dass sich die Tiere den ganzen Tag frei bewegen können und nicht angekettet werden müssen und trotzdem die Sicherheit für die Bevölkerung gewährleistet ist. Aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet: Man hat einen Dreißig-Tonnen-Transporter mehr, den man von A nach B fahren muss. Das sind wieder mehr Kosten.

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Elefantengehege. Foto: MichaelR.

Unser Flusspferdbecken ist nach den Leitlinien konzipiert, die für zoologische Gärten gelten. Dieses Becken ist auch hydraulisch ausfahrbar. Es wird immer behauptet, es gibt kein Gesetz, nach denen die Tiere im Zirkus gehalten werden müssen. Es gibt nur die Leitlinien für die Tierhaltung im Zirkus. Aber diese Leitlinien werden für uns durch die erforderliche Genehmigung nach Tierschutzgesetz verbindlich. Bei der Genehmigung greifen die Behörden automatisch auf diese Leitlinien zurück, wenn nicht sogar auf die Zooleitlinien, schreiben es dann in der Genehmigung fest und damit ist es für uns gesetzlich bindend. Wenn es Neuerungen gibt, müssen wir uns auch immer anpassen.

Zirkus: Von bürokratischen und sonstigen Hürden. Ein Interview (Teil 2)