Der quartäre Sektor

Bereits in der Schule haben die meisten gelernt, dass die Wirtschaft aus drei Sektoren besteht: dem primären (Landwirtschaft, mitunter auch Bergbau), dem sekundären (Industrie) und dem tertiären (Dienstleistungen). Diese Einteilung folgt der der historischen Entwicklung. Zunächst war die arbeitsintensive Agrargesellschaft ent­standen, dann die kapitalintensive Industriegesellschaft (also der Kapitalismus schlechthin) und schließlich die humankapitalintensive Dienstleistungsgesellschaft.

Die Diskussion darüber, was folgen würde, ist stellenweise bereits im Gang. So wurde die Idee geäußert, dass der vierte Sektor Kunst und Kultur beinhalten würde. Auf den ersten Blick erscheint das einleuchtend. Die Zahl der Menschen, die „irgendwas mit Medien“ machen, vergrößert sich stetig.

Die Entwicklung deutet jedoch auf einen anderen Schwerpunkt hin. Nachdem die Personen, die anstelle einer ordentlichen Berufsausbildung das Studium eines Schwafelfachs vorgezogen haben, eine bestimmte Anzahl erreicht haben, begannen sich neue Strukturen zu bilden. So wuchs die Zahl von Vereinen, die Spenden kassieren, ohne etwas Bedeutsames dafür zu leisten. Das funktioniert, weil den Spendern ein schlechtes Gewissen eingeredet wird. (Wir wissen ja: „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt.“) Der Großteil des eingenommenen Geldes fließt in die Verwaltung der Vereine, sind also Personalkosten. Dies zu den freiwillig finanzierten Organisationen.

Dann wiederum gibt es Vereine, die durch Abmahnungen Geld einnehmen, wobei sie vorgeben, dass es ihnen um die Umwelt, Verbraucher- oder Datenschutz gehen würde. Diesem Bereich kann man auch die Anwälte zuordnen, die das Abmahnen von, z. T. minderjährigen, Internetnutzern zu ihrer Einnahmequelle gemacht haben.

Ein Teil der Vereine begnügt sich nicht mit dem bloßen Kassieren, vielmehr wird versucht, Teilen der Wirtschaft und der Gesellschaft massiv zu schaden. So geschieht es z. B. der Autoindustrie oder Personen mit abweichenden Meinungen.

Da haben wir also den vierte Sektor; den Teil der Wirtschaft, dessen Bedeutung nicht mehr zu übersehen ist: den parasitären Sektor.

Der parasitäre Sektor wächst immer schneller; einen regelrechten Schub erleben wir seit Beginn der illegalen Masseneinwanderung seit 2015. Hunderttausende Ausländer sitzen in ihren Unterkünften und erwarten, vom Steuerzahler finanziert zu werden. Ohne Gegenleistung. Einfach, weil sie da sind. Sie sind aber auch für Einheimische eine gute Gelegenheit, an Mittel aus staatlichen Fördertöpfen zu gelangen. Unzählige Hilfs- und Sozialvereine sielen sich im warmen Geldregen.

Doch nicht nur die Migranten erwarten Geld für’s Migrant sein. Es möge doch auch Geld für’s Frau sein geben. Oder für’s Kein-Kind-haben. Tatsächlich fordert eine Lehrerin (!), dass Frauen über 50 50.000 Euro bekommen sollen, wenn sie kinderlos sind. Das zeigt die künftige Richtung an.

Die Milliarden an Steuern einnehmenden Kirchen sind gleichfalls dem parasitären Sektor zuzuordnen. Sie kommen ihrer eigentlichen Aufgabe kaum noch nach. Stattdessen veranstalten sie ein rot-grünes Propagandagetöse; und das ohne demokratische Legitimation. Offensichtlich ist das ihr neuer Daseinszweck.

Der Vollständigkeit halber sollen noch die „Berater“ erwähnt werden, die die verschiedensten Behörden mit grotesk überteuerten Phrasen beliefern.

Die Existenz des parasitären Sektors ist möglich, weil aufgrund der fortgeschrittenen Technologie die Wertschöpfung durch wenige Leistungsträger erfolgen kann.

Der parasitäre Sektor kann sich jedoch auf ein Vorbild aus der Natur berufen: den Ameisenstaat. Laut einer Studie tun 40 Prozent der Ameisen dort gar nichts. Allenfalls wird einmal (relativ selten) eine leichte Tätigkeit verrichtet. Sobald ein gewisser Prozentsatz der Arbeitsameisen ausfällt, übernehmen die bisher faulen Ameisen deren Position. Wenn aber ein gewisser Anteil der untätigen Ameisen ausfällt, wird dieser nicht ersetzt. Das haben die Ameisen uns voraus.

Die Rolle der untätigen Ameisen sollten in Deutschland offensichtlich die Ein­wanderer übernehmen. Bereits Karl Marx prägte den Begriff der „industriellen Reservearmee“, mit deren Hilfe die Löhne niedrig gehalten werden sollen. So stellt sich die Frage, aus welchem Grund die Linken die massenhafte Einwanderung befürworten. Eigentlich müssten sie die doch erbittert bekämpfen. Doch welcher Linke liest heutzutage noch Karl Marx … Das setzt schließlich gewisse intellektuelle Fähigkeiten voraus. Außerdem sind den Linken die Arbeiter gleichgültig. Ihre Klientel sind Ausländer, Feministinnen und die Queer*-Fraktion.

Was noch festzustellen bleibt: Ein Parasit kann seinen Wirt auch umbringen. In dem Fall wäre der quartäre dann auch der finale Sektor.

 

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